Anzeige

JUNG, VERNETZT, ERFAHREN

Was den neuen Banker auszeichnet

Wer heute seine Kinder fragt, was eine Bank macht, erntet wahrscheinlich Schulterzucken. Die Generation, die mit Smartphone und Whatsapp groß geworden ist, hat vielleicht keine Vorstellung mehr von diesem Begriff. Für sie wird daher auch die persönliche Beratung am Bankschalter um die Ecke keine Rolle mehr spielen. Denn der Bankenkunde handelt und kommuniziert nur noch digital. Stand heute sind jedoch viele Kreditinstitute noch nicht oder nur teilweise in der Lage, ein digitales Banking komplett abzubilden. Zwar hat sich inzwischen Online-Banking etabliert, profitiert haben davon allerdings vor allem die rein virtuellen Banken. Die Kollegen aus den Finanzhäusern mit großen Filialnetzen sind hier schlechter dran.

Banken im Change-Modus

Sie haben in der Vergangenheit zwar in digitale Angebote investiert, allerdings wurden diese, laut Studienaussagen des Personaldienstleisters Hays, bisher eher losgelöst von den klassischen Filialstrukturen betrieben. Mit der Folge, dass Banken den Bedarf ihrer Kunden an digitalem Banking kaum kennen. Aber genau auf dieses Wissen kommt es an, wenn Kreditinstitute nun digitale Services an allen Kontaktpunkten anbieten möchten. Technisch gesehen, geht es vor allem darum, kundenrelevante Transaktionen zu standardisieren, um sie dann über eigene Plattformen ins Netz zu stellen. „Wir wollen keine Bilanzen mehr auf Papier empfangen, sondern diese nur noch direkt und digital über den Steuerberater erhalten“, so der Vorstandsreferent einer Bank zu wichtigen Schritten für die Prozessdigitalisierung.

Foto: ©2016 Getty Images

Junge Studienabgänger sollen es richten

Damit wandeln sich die Anforderungen an die Kundenberater einer Bank. Der Anteil an persönlicher Beratung schrumpft zugunsten einer Hilfestellung bei der Nutzung digitaler Services. Mitarbeiter sind also künftig ebenfalls als eine Art IT- und Prozessberater gefordert.

Aber welcher Typ Mitarbeiter kann das leisten? Aus Sicht der 100 befragten Bankmanager sollen es vor allem die jungen Hochschulabsolventen digital richten (62 Prozent). Die nach Möglichkeit auch gleich Themen- und Branchenerfahrung mitbringen. Also gut ausgebildet, jung mit einer hohen digitalen Kompetenz und praktischer Erfahrung? Dafür müssten die Absolventen  bereits während des Studiums diverse Fachpraktika geleistet haben. Dennoch wünscht sich die Mehrheit solche „Generalisten“ unter den neuen Mitarbeitern.

Auch die Kreativleistung spielt für knapp die Hälfte der Bank-Führungskräfte eine entscheidende Rolle. Zudem erhoffen sie sich insgesamt mehr Veränderungsbereitschaft und Eigenständigkeit. Woran es aus ihrer Sicht bei den eigenen Mitarbeitern noch stark hapert.

Diese fünf Eigenschaften braucht der
Banker der Zukunft:

  • Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
  • Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen
  • Flexibilität im Hinblick auf Einsatzzeiten und -orte
  • Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen
  • Kreativität

Erfahrene Externe als praktische Lösung

Vor diesem Hintergrund stehen sicherlich die Chancen für Hochschulabsolventen nicht schlecht, sich im digitalen Umfeld einer Großbank zu etablieren. Aber es darf bezweifelt werden, dass sich die geforderte Themen- und Branchenerfahrung dann so einfach aneignen lässt. Und überhaupt: niemand würde einem Studienabgänger die Gesamtverantwortung für den Ausbau von Online- und Mobilebanking in die Hand legen.

Vielmehr gilt es auszuloten, an welchen Positionen und Arbeitsumfeldern diese jungen Kreativen den meisten Mehrwert für die Digitalisierungs-Initiativen stiften. An anderer Stelle kann es deutlich besser sein, erfahrene externe Spezialisten in die Projektverantwortung zu nehmen.  Sie verfügen meist über die dringend benötigte Umsetzungspraxis.

Die Süddeutsche Zeitung ist weder für den Inhalt der Anzeige noch die darin enthaltenen Verlinkungen noch für ggf. angegebene Produkte verantwortlich.